Die Pharmaindustrie ist einer der grossen Wachstumsmotoren der Schweizer Volkswirtschaft. Ihre Wertschöpfung wächst überdurchschnittlich schnell. Während sich die nominale Bruttowertschöpfung der Pharmaindustrie zwischen 1990 und 2008 von 2.7 auf 13.4 Mia. Schweizer Franken beinahe vervierfachte, wuchs das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um lediglich 58 Prozent. Vor allem seit 2000 hat das Wachstum der nominalen Wertschöpfung in der Pharmaindustrie deutlich zugelegt. In nur acht Jahren wuchs sie um insgesamt 130 Prozent oder durchschnittlich 11 Prozent.
Neben der direkt erwirtschafteten nominalen Wertschöpfung ist die pharmazeutische Industrie im Jahr 2008 zusätzlich noch für eine Wertschöpfung in anderen Branchen von 13.4Mia Franken verantwortlich. Die gesamte direkte und indirekte Bedeutung der Pharmaindustrie für die Volkswirtschaft liegt somit bei rund 26.8 Mia. Schweizer Franken resp. einem Anteil am BIP von 5.4 Prozent.

Heute beträgt der Anteil der nominalen Bruttowertschöpfung der Pharmaindustrie am nominalen Bruttoinlandprodukt 2.7 Prozent. Damit belegt die Schweiz im internationalen Vergleich den ersten Platz.

Von innovationsstarken Unternehmen hängen in der Schweizer Volkswirtschaft auch sehr viele Arbeitsplätze ab. Neben den bekannten Grossfirmen umfasst die chemisch-pharmazeutische Branche gegen 1000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Nur neun Unternehmen beschäftigen mehr als 1000 Personen, über 95 Prozent der Betriebe zählen weniger als 250 Mitarbeitende.
Das Beschäftigungswachstum in der Pharmaindustrie hält ungebrochen an und hat sich angesichts der aktuellen Rezession zwar verlangsamt, bleibt aber weiterhin positiv und dynamischer als in der Gesamtwirtschaft. Die Pharmaindustrie entwickelt sich damit zu einem zunehmend wichtigeren Arbeitgeber für die Schweiz. Der Anteil Erwerbstätiger an der Gesamtwirtschaft hat zwischen 1990 und 2008 von 0.5 auf 0.8 Prozent zugenommen. Die Pharmaindustrie stellt im Jahr 2008 rund 35 400 Arbeitsplätze zur Verfügung, gut 80 Prozent mehr als 1990. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Trendwachstum von 3.4 Prozent.

Die neuen Arbeitsplätze sind sowohl von grossen, etablierten Firmen geschaffen worden als auch von Jungunternehmen. Das Nebeneinander ausgezeichneter Hochschulen und weltweit führender Pharmafirmen, zum Beispiel im Arc Lémanique, im Raum Zürich oder in der Nordwestschweiz, hat zu einem eigentlichen Boom von Neugründungen biomedizinischer Firmen geführt.
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