Für das Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft ist Innovation ein Schlüsselfaktor. Für Unternehmen in einem Land mit hohen Produktionskosten gehört stete Innovation zu den ausschlaggebenden Voraussetzungen, damit die notwendige Produktivität erreicht werden kann. Der Einfluss des Innovationsprozesses respektive der Innovation auf das Wachstum und somit die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft ist umso wichtiger, je stärker die Abhängigkeit vom Produktionsfaktor Wissen ist. Dies gilt in besonderem Masse für die Schweiz.
Die Pharmaindustrie gilt als Branche, in der Innovationen eine zentrale Rolle spielen. Sie ist mit ihren Innovationen zu einem grossen Teil für den medizinisch-technologischen Fortschritt der jüngeren Vergangenheit verantwortlich.
Die Schweizer Pharmaunternehmen investieren ein Vielfaches ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Sie gaben 2008 weltweit 16.4 Milliarden Franken für die Forschung und Entwicklung aus, was rund 22 Prozent ihres gesamten Pharmaumsatzes entspricht und im Branchenvergleich überdurchschnittlich hoch ist. In der Schweiz gab die forschende pharmazeutische Industrie 5,5 Milliarden Franken aus, was rund sechsmal so viel ist, wie ihr Umsatz in der Schweiz. Mit ihren Forschungs- und Entwicklungsausgaben liegt die Schweiz im internationalen Vergleich unangefochten an der Spitze und investiert anteilsmässig beispielsweise doppelt so viel in pharmazeutische Innovationen wie die USA. Vergleicht man die in der Schweiz aufgewendeten Mittel für die Forschung und Entwicklung in den verschiedenen Branchen - gemessen als Anteil an der Sektorwertschöpfung - so liegt die chemisch-pharmazeutische Industrie mit knapp 25 Prozent deutlich vor den anderen Branchen.
