Vom Grundsatz "Kontrolle statt Verbote" ist im Laufe der Beratungen zur Gen-Lex nicht mehr viel geblieben. Die Vorlage wurde zu einem Konsumenten- und Bauernschutzgesetz und mutierte zu einem Biotechnologie-Verhinderungs-Gesetz. Statt die Biotechnologie - ein Forschungsbereich, in welchem die Schweiz in der höchsten Liga mitspielt - zu fördern, wirkt die Gen-Lex vielmehr als Innovationsbremse.
Der Wohlstand unseres Landes hängt schwergewichtig von Forschung und Innovation ab. Dies wird auch in Zukunft so sein. Interpharma setzt sich für klare Rahmenbedingungen in der Forschung ein. Moratorien und Verbote sind hingegen der falsche Weg und widersprechen dem bisher in der Schweizer Forschungspolitik breit akzeptierten Grundsatz: Kontrolle statt Verbote. Mit dem Gentechnik-Gesetz verfügt die Schweiz über eines der weltweit strengsten Gentechnik-Gesetze.
Der Verband der forschenden pharmazeutischen Unternehmen der Schweiz bedauert die Annahme der Gentechfrei-Initiative vom 27. November 2005, da sie unnötig ist und grundsätzlich forschungsfeindliche Signale setzt.