In der Schweiz wird ein grosser Teil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung durch die private Industrie geleistet. 2008 wendeten Unternehmen rund 12 Milliarden Franken für F&E aus, rund einen Viertel mehr als noch 2004 (9,6 Mrd. Franken). Damit deckt die Privatwirtschaft in der Schweiz rund 68,2 Prozent der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ab. An zweiter Stelle folgte die öffentliche Hand (Bund und Kantone) mit einem Anteil von 22,8 Prozent der gesamten Forschungsausgaben, 3 Prozent entfielen auf private Organisationen ohne Erwerbszweck sowie Hochschulen und 6 Prozent wurden durch das Ausland finanziert.
Die Interpharma Firmen Novartis, Roche, Merck Serono, Actelion, Bayer Schering, Vifor Pharma und Cilag investierten im Jahr 2009 weltweit 18,6 Mrd. Franken oder 22 Prozent des Pharma-Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Heilmittel. In der Schweiz gaben sie rund 6,5 Mrd. Franken für die Pharmaforschung aus. Das ist etwa sieben Mal soviel, wie sie in der Schweiz Umsatz erzielen und entspricht beinahe 37,0 Prozent ihrer weltweiten Ausgaben für Pharmaforschung und -entwicklung. Die hohen Investitionen waren nur möglich dank des Exportvolumens, das im Pharmabereich erzielt wurde. Die Interpharmafirmen exportierten im Jahre 2009 Pharmaprodukte im Wert von rund 52 Milliarden Franken. Dies entspricht etwa 90 Prozent des schweizerischen Pharmaexportes.
In der Schweiz ist der private Sektor nicht nur bei der Finanzierung, sondern auch bei der Durchführung von Forschung und Entwicklung führend. Von den privatwirtschaftlichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von total 12 Mrd. Franken im Jahr 2008 in der Schweiz leistet die Pharmaindustrie 38,6 Prozent. Der Anteil der Maschinen- und Metallindustrie beläuft sich auf 13,4 Prozent, die Forschungslabors tragen 9,4 Prozent bei.
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