Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Schweiz sind mit 16,3 Milliarden Franken in den vergangenen Jahren vor allem aufgrund der hohen Aufwendungen der Privatwirtschaft auf einen Höchststand gestiegen. Die Investitionen der privaten Unternehmen betrugen 2008 knapp 12 Milliarden. Dies bedeutet eine Zunahme von 24 Prozent gegenüber 2004. Der Hochschulsektor wendete 2008 3,9 Milliarden Franken aus. Die Aufwendungen des Bundes betrugen 120 Millionen Franken.
In der Schweiz trägt die öffentliche Hand, also der Bund und die Kantone zusammen, nur knapp einen Viertel der Forschung und Entwicklung bei. 73,5 Prozent der Investitionen in F&E Investitionen in F&E werden von der Privatindustrie getragen.
Nachdem die Investitionen des Bundes für Forschung und Entwicklung zwischen 1986 und 1992 durchschnittlich um 4,9 Prozent pro Jahr gestiegen waren, verlangsamte sich das Wachstum der direkten Ausgaben bis 1994 deutlich. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre gingen die direkten Ausgaben daraufhin signifikant zurück. Bis ins Jahr 2000 verringerten sie sich durchschnittlich um 3,9 Prozent pro Jahr. Zwischen 2002 und 2008 stiegen diese Aufwendungen wiederum stetig.
Für die BFI-Politik vieler europäischer Länder ist das Lissabon Ziel massgeblich. Dieses sieht vor, dass bis im Jahr 2010 drei Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden sollen. Finnland und Schweden investieren bereits heute mehr und planen ihre Investitionen weiter zu erhöhen. Österreich, Frankreich und Deutschland wollen das Ziel im Jahr 2010 erreichen und Länder wie Grossbritannien, Italien oder Irland haben vor, mit markanten Investitionen ihren Rückstand aufzuholen. Beim Lissabon-Ziel wird erwartet, dass die Investitionen zu 1/3 von der öffentlichen Hand und zu 2/3 von Privaten getragen werden.
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