Die Schweiz verfügt über eine Gesundheitsversorgung von hoher Qualität mit einer Vielzahl von Wahlmöglichkeiten für die Versicherten, wie es sie in keinem anderen Land in Europa gibt. Dieser Standard hat seinen Preis und, wie in anderen Ländern auch, steht er permanent auf der politischen Agenda. Indem sich aber die Diskussion rund um das Gesundheitswesen vorrangig um die Kosten dreht, geht die Frage nach dem Gegenwert für die Gesellschaft und Volkswirtschaft unter.
Auch in Zukunft werden die Gesundheitskosten steigen. Dafür gibt es drei Hauptgründe:
Die Gesellschaft erhält jedoch für die Investitionen im Gesundheitsbereich einen bedeutenden Gegenwert. Pharmazeutische und medizinische Innovationen bringen bessere Heilungs- und Überlebenschancen oder tragen zur Erhöhung der Lebensqualität von Patienten bei (siehe Forschung). Neue, wirksamere, verträglichere Medikamente kosten vielleicht mehr, aber sie bringen Einsparungen im Spital- und Pflegebereich oder reduzieren Arztkosten.
Innovationen bilden die Basis für sichere Arbeitsplätze, eine gesunde Wirtschaft und tragen zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei (siehe Schweizer Volkswirtschaft). Nicht nur die pharmazeutische Industrie ist ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Wirtschaft sondern das Gesundheitswesen: Es bietet über 400'000 Menschen Arbeit. Dabei wurden seit 1990 im Gesundheitswesen mehr als 100'000 neue Arbeitsplätze geschaffen.