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Schweizer Gesundheitswesen

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Das schweizerische Gesundheitswesen hat viele Stärken. Vorab sind die obligatorische Krankenversicherung mit ihrem einheitlichen und grosszügigen Leistungspaket, die Kopfprämien und Prämienverbilligungen sowie das System mehrerer Versicherer und die freie Arztwahl zu nennen. Zu den Stärken gehören auch die im KVG festgehaltene Mitverantwortung des Bundes für eine qualitativ hoch stehende Gesundheitsversorgung und die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Leistungsvergütung (WZW-Kriterien).

In Zukunft stehen aber auch grosse Herausforderungen an: Neben den stetig steigenden Kosten wird sich die Schweiz mit der Zunahme chronischer Krankheiten und der alternden Bevölkerung konfrontiert sehen. Die einseitige Kostendiskussion, wie sie derzeit in der Gesundheitspolitik vorherrscht, setzt daher die Prioritäten am falschen Ort. Auch der Patientennutzen und die Qualität der Versorgung müssten vermehrt in Betracht gezogen werden. Denn letztendlich kostet eine gesunde Bevölkerung weniger als eine kranke.

Deshalb wird im Gesundheitswesen auch Prävention eine immer wichtigere Rolle spielen. Sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf individueller Ebene sind Investitionen in wirksame und effiziente Massnahmen der Gesundheitsvorsorge und der Prävention wichtig. Bei der zunehmenden Lebenserwartung wird eine möglichst gute Gesundheit auch für die volkswirtschaftliche Entwicklung zum vorrangigen Ziel. Die Verlängerung der krankheits- oder behinderungsfreien Lebenserhaltung kann zudem die Kostensteigerung im Gesundheitswesen wesentlich dämpfen.

Die Schweizer Gesundheitspolitik wird sich auch weiterhin mit den verschiedenen Reformpaketen des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) beschäftigen. Das KVG bleibt auch vierzehn Jahre nach seiner Einführung kontrovers. Oft kritisiert wird, die vorgegebenen Ziele seien nur teilweise erreicht worden. Dies beruhe auf Umsetzungsschwierigkeiten, welche auf die Kompetenzzersplitterung zwischen Bund und Kantonen zurückzuführen sei, nicht auf das Gesetz selbst. Für einige ist das KVG gar die Ursache steigender Prämien und Kosten. Anreize zu wirtschaftlichem Verhalten würden fehlen und die Finanzierung sei ungerecht verteilt.

Auf diese aktuellen Themen der Schweizer Gesundheitspolitik und die grossen Herausforderungen der Zukunft wird im Folgenden eingegangen:

  • Prävention - Inwiefern sich Prävention auszahlt und was in diesem Bereich auf politischer Ebene geplant ist, erfahren Sie hier.
  • Kostenentwicklung  -Informieren Sie sich hier, mit welchen Massnahmen der Kostenanstieg im Gesundheitswesen gedämpft werden könnte.
  • Qualitätsorientierung - Lesen Sie hier, weshalb sich die Gesundheitspolitik vermehrt auf Qualität ausrichten müsste.
  • Vertragsfreiheit und Managed Care - Mit was für Modellen der Vertragszwang gelockert werden soll, lesen Sie hier.
  • Leistungskatalog - Die Leistungen der Grundversicherung wurden in der Vergangenheit stetig ausgebaut. Kürzungen sind unpopulär.
  • Spitalfinanzierung - Hier erfahren Sie mehr über die duale Spitalfinanzierung und die vergangene Teilrevision dieses Bereiches.

 

Nutzenorientierter Wettbewerb im schweizerischen Gesundheitswesen: Möglichkeiten und Chancen
E. Teisberg, Juli 2008

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Themendossier Gesundheitspolitik
Ausgabe III/2002:

Sechs Jahre KVG - Gesundheitspolitik am Scheideweg

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