Im Jahre 2009 betrug der Anteil kassenpflichtiger Medikamente am Gesamtumsatz für Heilmittel zu Herstellerabgabepreisen 79.7% oder 3895 Millionen Franken. Der Markt kassenpflichtiger Medikamente nahm leicht stärker zu als der Gesamtmarkt, vor allem wegen des erhöhten Wachstums im Spitalsektor aufgrund neuer Medikamente (HIV-Medikamente, Antirheumatika und Lipidregulatoren). Diese ermöglichen Kosteneinsparungen beispielsweise im Spitalbereich.
Ein Medikament wird erst dann kassenpflichtig, wenn das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Rückvergütung durch die Krankenkassen zulässt. Die Behörde prüft zuerst die Wirksamkeit, die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit des Medikamentes und legt danach dessen maximalen Vergütungspreis verbindlich fest. Das BAG orientiert sich dabei an den Preisen vergleichbarer Medikamente und an Auslandspreisen und berücksichtigt den therapeutischen Mehrnutzen.
Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil.
1 Vergleich zum Vorjahr.
Hoher Anteil kassenpflichtiger Medikamente