
Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2010 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Die Apotheken schneiden vor allem als Schnittstellen im Arzneimittelmarkt gut ab. 95 Prozent der Befragten halten sie für nützlich, weil man sich so den Gang zum Arzt sparen kann und beraten wird. Zeitlich betrachtet gibt es dabei keine Veränderungen.
Immerhin sind auch hier zwei Drittel der Meinung, ohne Beratung seien die Apotheken eher teure Zwischenhändler. Das gilt noch deutlicher für Ärzte: Wachsende 78 Prozent unterstützen die Aussage, Ärztinnen und Ärzte hätten ein Interesse daran, teurere Medikamente zu verschreiben, wenn sie daran verdienen. Das setzt sich im geschärften Blick auf die Pharmaindustrie fort, verringert sich doch die Zustimmung zur Aussage, hohe Medikamentenpreise seien gerechtfertigt, wenn ein grosser Teil in die Erforschung besserer Heilmittel fliesse; aktuell umfasst sie genau die Hälfte der Befragten, 2001 waren es, auf dem Höhepunkt, drei Viertel. (Grafik 21)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2010 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Wachsend ist die Bereitschaft, dass die Kassen mit den Herstellern über die Medikamentenpreise verhandeln können. Darin spiegelt sich die Erwartung, dass die Leistungserbringer vermehrt dem Markt ausgesetzt werden sollten. Aktuell sind 69 Prozent für Verhandlungen, was der absolute Höchstwert in allen Gesundheitsmonitorbefragungen hierzu ist. (Grafik 22)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2010 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Generika, die den gleichen Wirkstoff beinhalten wie Originalpräparate, werden von fast drei Vierteln der Befragten akzeptiert. Es ist eine gewisse Sättigung zu beobachten, denn seit etwa 2005 verändert sich die Akzeptanz kaum mehr. Sie hat beschränkt sprachregionale Charakteristiken, indem die Zustimmung zur Aussage in der Romandie tiefer ist. Das gilt namentlich für die Kantone Genf, Waadt, Freiburg und Wallis. (Grafik 23)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2010 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Der Medikamentenmarkt bleibt in der Vorstellung unserer Befragten klar national strukturiert. Der Anteil jener, die Medikamente lieber in der Schweiz als im Ausland kaufen, steigt sogar an. Aktuell beträgt er 79 Prozent. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts stellten wir hier Werte zwischen 50 und 60 Prozent fest. (Grafik 24)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2010 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)