Im Jahr 2007 betrugen die Kosten für stationäre Behandlungen rund 25.2 Milliarden Franken, für ambulante Behandlungen 17.4 Milliarden Franken. Die Ausgaben für Medikamente lagen bei 5.7 Milliarden Franken, während die Verwaltung Kosten in der Höhe von über 2.8 Milliarden Franken verursachte. Für die Prävention wurden 1.3 Milliarden Franken ausgegeben.
Die Gesundheitskosten sind 2007 deutlich stärker gestiegen als in den vergangenen fünf Jahren. Damit setzt sich der Trend eines verlangsamten Kostenwachstums der letzten Jahre nicht fort. Am deutlichsten sind die Krankenhauskosten einschliesslich der ambulanten Behandlungen gestiegen, um 5.8 Prozent. Sie lagen damit deutlich über ihrem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 2.9%. Wie bereits in den vergangenen Jahren haben die Kosten der ambulanten Behandlung im Spital stärker zugenommen als die der stationären. Stärker als die gesamten Gesundheitskosten sind auch die Aufwendungen für Alters- und Pflegeheime gewachsen, um 5.4 Prozent. Ein überdurchschnittliches Kostenwachstum von 6.3 Prozent gab es zudem bei den Spitex-Leistungen. Insgesamt jedoch blieb bei den ambulanten Versorgern die Kostensteigerung mit 3.5 Prozent etwa stabil.
Die Ausgaben für Arzneimittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an (+3.7%). Der Anteil der in Drogerien und Apotheken abgegebenen Medikamente an den Gesamtkosten ist seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996 gleich geblieben. Leicht zugenommen hat hingegen der Anteil der durch Ärzte abgegebenen Arzneimittel.
Quelle: Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, September 2009.
1 Inklusive Arzneimittel.
2 Inklusive Psychiatrie.
3 Inklusive Rehabilitation.
4 Ohne Heilmittel.
5 Laboruntersuchungen, Radiologie, therapeutische Apparate, Transport und Rettung.
6 Kosten bei den Sozialversicherungen, inklusive Privatversicherungen, und bei den privaten Haushalten.
Gesundheitskosten steigen an